Bei welchen Anzeichen Sie zum Hautarzt sollten
Vielleicht ist es ein Muttermal, das plötzlich anders aussieht als sonst, oder eine raue Stelle, die einfach nicht verschwindet. Einige entdecken auch einen dunklen Fleck auf ihrer Haut, bei dem sie sich nicht sicher sind, ob dieser schon immer da war.
Solche Veränderungen verunsichern. Viele unserer Patient:innen fragen sich, ob es ausreicht, diese bloß weiter zu beobachten, oder ob ihre Haut fachärztlich untersucht werden sollte.
Sie sollten wissen: Hautkrebs ist nicht immer einfach zu erkennen. Nicht jede auffällige Hautstelle muss gleich bösartig sein. Allerdings verursacht Hautkrebs gerade in den frühen Stadien meist keine Beschwerden. Daher empfehlen wir, Veränderungen der Haut ernst zu nehmen und sich über die typischen Warnzeichen zu informieren. Wird Hautkrebs früh entdeckt, bestehen bei vielen Formen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten.
Sie müssen nicht jede Hautveränderung selbst beurteilen können. Wichtig ist aber zu wissen, wann eine Abklärung beim Hautarzt sinnvoll ist.
Was ist Hautkrebs?
Von Hautkrebs wird gesprochen, wenn sich Hautzellen unkontrolliert vermehren und dadurch einen Tumor bilden. Hautkrebs bezeichnet keine einzelne Erkrankung. Unter dem Begriff Hautkrebs werden verschiedene Krebsarten zusammengefasst, die sich in ihrem Ursprung, ihrem Wachstum und ihrem Risiko deutlich voneinander unterscheiden.
Die genauen Unterscheidungen sind für Betroffene überaus wichtig, denn nicht jede Form von Hautkrebs entwickelt sich gleich schnell. Zudem können die jeweiligen Hautveränderungen sehr verschieden aussehen. Eine grundsätzliche Unterscheidung wird zwischen weißem Hautkrebs und schwarzem Hautkrebs vorgenommen.
Weißer Hautkrebs
Weißer Hautkrebs entsteht vor allem an Hautstellen, die über viele Jahre hinweg regelmäßig der Sonne ausgesetzt wurden. Gesicht, Ohren, Kopfhaut, Hals oder Handrücken gehören damit zu den typischen Körperregionen für diese Hautkrebsart.
Basalzellkarzinom
Das Basalzellkarzinom stellt die häufigste Form von weißem Hautkrebs dar. Es wächst in der Regel langsam und bildet nur selten Metastasen. Dennoch kann es unbehandelt in das umliegende Gewebe einwachsen und dort Schäden verursachen.
Typisch für das Basalzellkarzinom sind kleine hautfarbene oder rötliche Knoten, nicht heilende Stellen oder Hautveränderungen, die immer wieder bluten oder verkrusten.
Plattenepithelkarzinom
Das Plattenepithelkarzinom entsteht ebenfalls vorrangig in Hautbereichen, die über viele Jahre der UV-Strahlung ausgesetzt waren. Es entwickelt sich aus Vorstufen, die zunächst als raue, schuppige oder verhornte Hautstellen auffallen.
Im Vergleich zum Basalzellkarzinom besteht ein höheres Risiko, dass sich der Tumor auf andere Körperregionen ausbreitet. Deshalb sollten Sie auffällige Veränderungen frühzeitig dermatologisch untersuchen lassen.
Schwarzer Hautkrebs (Melanom)
Das Melanom gilt als gefährlichste Form von Hautkrebs. Es kann sich aus einem bestehenden Muttermal entwickeln, aber auch neu entstehen. Anders als weißer Hautkrebs wächst das Melanom häufig aggressiver und kann bereits in frühen Stadien Tochtergeschwülste bilden.
Die Früherkennung beim Hautarzt spielt deswegen eine wichtige Rolle. Um ein Melanom zu erkennen, sollten Sie auf Veränderungen von Form, Farbe, Größe oder Begrenzung eines Muttermals achten. Auch neu entstandene dunkle Hautveränderungen sollten Sie beobachten und bei Auffälligkeiten dermatologisch abklären lassen.
Bei dem Thema Hautkrebs denken die meisten Menschen typischerweise an dunkle Muttermale. Sowohl schwarzer als auch weißer Hautkrebs können allerdings sehr unterschiedlich aussehen. Um Hautkrebs erkennen zu können, ist es daher sinnvoll, sich über die typischen Warnzeichen der einzelnen Hautkrebsarten zu informieren.
Hautkrebs erkennen: Das sind die wichtigsten Symptome von Hautkrebs
Die Veränderungen der Haut sehen häufig zunächst vollkommen unscheinbar wirken. Sie können in einer rauen Stelle, einer kleinen Kruste oder einem dunklen Fleck, der langsam größer wird, bestehen. Es geht also vor allem darum, ob sich Ihre Haut verändert, eine dunkle Stelle neu entstanden ist oder ob sich ein Areal anders verhält als die übrige Haut.
Neue Hautveränderungen
Eine neue Hautveränderung muss nicht automatisch verdächtig sein. Dennoch sollten Sie diese beobachten − vor allem, wenn sie bleibt, wächst oder sich innerhalb weniger Wochen verändert. Auffällig sind zum Beispiel neue dunkle Flecken, rötliche Knoten, schuppige Stellen oder kleine Wunden, die ohne erkennbare Ursache entstehen. Solche Flecken können bei Hautkrebs unterschiedlich aussehen und sowohl dunkel pigmentiert als auch rötlich oder hautfarben sein.
Veränderung bestehender Muttermale
Ein Muttermal, das über Jahre gleich aussieht, ist meistens ungefährlich. Werden Sie jedoch aufmerksam, wenn es sich plötzlich verändert. Als Warnzeichen gelten eine neue Form, eine dunklere oder ungleichmäßige Farbe, ein veränderter Rand oder ein deutlicher Größenzuwachs. Um Hautkrebs anhand eines Muttermals erkennen zu können, kommt es auf den Vergleich mit früheren Versionen des Hautmals an.
Farbveränderungen
Farbunterschiede innerhalb eines Flecks sollten Sie aufmerksam machen. Ein Muttermal kann zum Beispiel mehrere Brauntöne zeigen, sehr dunkel werden oder schwarze, rötliche, bläuliche oder weißliche Anteile entwickeln. Selbst heller Hautkrebs kann farblich auffallen, beispielsweise durch rötliche, glänzende oder schuppige Areale.
Unregelmäßige Begrenzungen
Ein gutartiger Leberfleck zeichnet sich in der Regel durch eine gleichmäßige Abgrenzung aus. Deshalb sind Ränder, die ausgefranst, unscharf, gezackt oder ungleichmäßig verlaufen, verdächtig. Derartige Veränderungen können Ihnen einen Hinweis auf ein Melanom liefern und sollten deshalb fachärztlich beurteilt werden.
Wachstum
Wird ein Fleck, Knoten oder eine raue Stelle größer, reicht eine reine Beobachtung nicht mehr aus. Ein solches Wachstum ist vor allem dann relevant, wenn es sich innerhalb weniger Wochen oder Monate ergibt. Das gilt für dunkle Muttermale ebenso wie für helle, rötliche oder verkrustete Hautstellen.
Juckreiz
Juckreiz allein bedeutet noch nicht, dass Hautkrebs vorliegt. Juckt jedoch ein einzelnes Muttermal immer wieder oder wird eine bestimmte Hautstelle zudem größer, blutet, nässt oder verändert sich anderweitig, sollten Sie sie untersuchen lassen. Ausschlaggebend ist demnach nicht der Juckreiz, sondern die Kombination mit anderen Veränderungen.
Blutungen
Eine Hautstelle, die blutet, obwohl sie nicht verletzt ist, oder nach kurzer Zeit erneut aufbricht, zählt ebenfalls zu den typischen Warnzeichen für Hautkrebs. Symptome können kleine Knoten, Krusten oder Wunden im Gesicht, an den Ohren, auf der Kopfhaut oder an anderen sonnenexponierten Stellen sein. Wiederkehrende Blutungen sollten Sie deshalb nicht einfach als versehentlich „aufgekratzt“ abtun.
Nicht heilende Hautstellen
Eine kleine Wunde heilt normalerweise innerhalb einer überschaubaren Zeit ab. Bleibt eine Stelle über Wochen wund, verkrustet immer wieder oder nässt ohne klare Ursache, empfehlen wir Ihnen eine dermatologische Abklärung. Gerade weißer Hautkrebs zeigt sich auf diese Weise und wird deshalb von vielen zunächst mit einer harmlosen Hautreizung verwechselt.
Die ABCDE-Regel zur Früherkennung
Möchten Sie mögliche Hautveränderungen selbst im Blick behalten, hilft Ihnen die ABCDE-Regel dabei. Mit dieser lassen sich Muttermale und andere pigmentierte Hautveränderungen systematisch betrachten. Die Regel ersetzt natürlich keine ärztliche Hautkrebsuntersuchung. Sie unterstützt Sie jedoch bei der ersten Einordnung von frühen Veränderungen.
Behalten Sie jedoch stets im Hinterkopf: Kein einzelnes Merkmal beweist, dass bei Ihnen Hautkrebs vorliegt. Die ABCDE-Regel dient lediglich dazu, Auffälligkeiten leichter zu erkennen, die anschließend dermatologisch abgeklärt werden sollten.
A – Asymmetrie
Viele gutartige Muttermale sind rund oder oval und auf beiden Seiten ähnlich aufgebaut. Auffällig ist daher, wenn eine Hautveränderung ungleichmäßig erscheint.
Ein einfaches Gedankenexperiment kann helfen: Würden Sie das Muttermal gedanklich in der Mitte teilen, sollten beide Hälften ungefähr gleich aussehen. Ist eine Seite deutlich größer, anders geformt oder wirkt die Struktur insgesamt unregelmäßig, sollten Sie die Stelle genauer beobachten. Gerade wenn es darum geht, ein Melanom zu erkennen, fällt vielen Patienten zuerst auf, dass die Form des Muttermals nicht mehr gleichmäßig wirkt.
B – Begrenzung
Auch der Rand eines Muttermals liefert Aufschluss. Gutartige Leberflecke zeichnen sich meist durch eine klare, gut erkennbare Begrenzung zu der umliegenden Haut aus.
Ränder, die ausgefranst, gezackt, verwaschen oder unscharf wirken, sind deshalb auffällig. Manchmal scheint die Pigmentierung regelrecht in die umliegende Haut überzugehen. Solche Veränderungen sollten dermatologisch beurteilt werden − insbesondere, wenn sie neu auftreten oder sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln.
C – Colour (Farbe)
Die Farbe gehört zu den wichtigsten Kriterien bei der Hautkrebsfrüherkennung. Unauffällige Muttermale sind in der Regel gleichmäßig gefärbt. Lassen sich innerhalb einer Hautveränderung mehrere Farbtöne erkennen, sollten Sie aufmerksam werden. Diese können in unterschiedlichen Braun- oder Schwarztönen, aber auch in rötlichen, bläulichen, gräulichen oder weißlichen Bereichen bestehen.
Allerdings bedeutet nicht jede Farbabweichung sofort, dass Hautkrebs vorliegt. Sie gehört jedoch zu den Merkmalen, die bei der Beurteilung berücksichtigt werden sollten. Auch wenn Sie im Internet nach Bildern suchen, um Hautkrebs zu erkennen, fällt Ihnen wahrscheinlich zunächst die Farbe der dargestellten Hautveränderungen auf. Diese ist tatsächlich wichtig, sollte aber immer zusammen mit den übrigen Kriterien betrachtet werden.
D – Durchmesser
Der Durchmesser eines Muttermals allein ist kein entscheidender Faktor dafür, ob die vorliegende Hautveränderung harmlos oder gefährlich ist. Dennoch spielt die Größe eine Rolle.
Als Orientierung: Ein Durchmesser von mehr als fünf bis sechs Millimetern gilt als auffällig. Doch nicht nur die aktuelle Größe, sondern auch die Frage, ob das Muttermal wächst, ist entscheidend.
E – Entwicklung
Den Buchstaben E bewerten viele Dermatolog:innen als wichtigstes Kriterium der ABCDE-Regel. Er steht für Entwicklung, womit jede erkennbare Veränderung im Verlauf der Zeit gemeint ist. Das Muttermal wird vielleicht dunkler, größer oder unregelmäßiger oder eine Hautstelle beginnt zu jucken, zu bluten und bildet wiederholt Krusten. Auch neu entstandene Hautveränderungen fallen unter dieses Kriterium.
Wenn Sie Hautkrebs früh erkennen möchten, sollten Sie deshalb nicht nur einzelne Faktoren betrachten, sondern auch auf laufende Veränderungen achten. Das Aussehen allein ist nicht entscheidend, sondern vor allem, ob sich das Areal verändert.
Die ABCDE-Regel richtig einordnen
Die ABCDE-Regel ist eine Hilfe, um auffällige Hautveränderungen zu erkennen und Veränderungen im Verlauf besser beobachten zu können. Sie ersetzt jedoch keine Untersuchung beim Facharzt. Viele Formen von Hautkrebs erfüllen nicht alle Kriterien. Umgekehrt können auch gutartige Hautveränderungen einzelne Auffälligkeiten zeigen.
Bemerken Sie eine Hautstelle, die sich verändert, oder Ihnen ungewöhnlich erscheint, gewinnen Sie durch die dermatologische Abklärung in unserer Praxis Sicherheit. Im Rahmen unserer Hautkrebsvorsorge beurteilen wir die Veränderungen mit geschultem Blick und untersuchen sie bei Bedarf zusätzlich mittels der Dermatoskopie.
Wie sieht Hautkrebs aus?
Eine der häufigsten Fragen, die wir in unserer dermatologischen Praxis gestellt bekommen, lautet: „Sieht das nach Hautkrebs aus?“ Allerdings weist Hautkrebs kein einheitliches Erscheinungsbild auf, sodass sich darauf nicht ohne Weiteres eine Antwort geben lässt.
Einige Veränderungen sind dunkel pigmentiert und erinnern damit an ein Muttermal. Andere zeigen sich als rötliche Stelle, kleine Kruste, schuppige Hautveränderung oder nicht heilende Wunde. Manchmal fallen Hauttumoren sofort auf, andere Hautmale wirken lange unscheinbar. Genau deshalb ist es nicht möglich, Hautkrebs auf ein bestimmtes Aussehen zu reduzieren.
Schwarzer Hautkrebs ähnelt Muttermal
Geht es darum, schwarzen Hautkrebs zu erkennen, schauen die meisten nach einem sehr dunklen oder auffälligen Muttermal. Ein Melanom kann sich aus einem bestehenden Leberfleck entwickeln oder ganz plötzlich neu auftauchen.
Typische Hinweise sind:
- ungleichmäßige Form
- unterschiedliche Farbtöne innerhalb derselben Hautstelle
- Wachstum innerhalb von Monaten
- unscharfe Begrenzungen
- Juckreiz oder Blutungen
Allerdings zeigt nicht jedes Melanom alle diese Merkmale. Manche sehen lediglich anders aus als die übrigen Muttermale.
Weißer Hautkrebs sieht meist anders aus
Um weißen Hautkrebs zu erkennen, sollten Sie dagegen nicht ausschließlich auf dunkle Hautveränderungen achten.
Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome erscheinen nämlich häufig als:
- rötliche Hautstellen
- kleine glänzende Knötchen
- schuppige Areale
- wiederkehrend verkrustete Stellen
- Wunden, die nicht vollständig abheilen
Gerade deshalb werden sie von Betroffenen in vielen Fällen erst einmal für eine Hautreizung, eine Verletzung oder eine besonders trockene Hautstelle gehalten. Wer weißen Hautkrebs erkennen möchte, sollte jedoch besonders auf nicht heilende Hautstellen, wiederkehrende Krusten und rötliche Veränderungen achten.
Bilder bieten nur erste Orientierung
Viele Menschen nutzen Bilder aus dem Internet, um Hautkrebs zu erkennen. Diese vergleichen sie dann mit den eigenen Hautveränderungen. Solche Fotos können durchaus dabei helfen, ein Gefühl für die typischen Erscheinungsformen zu entwickeln − für eine fundierte Diagnose eignen sie sich jedoch nicht.
Zum einen können unterschiedliche Hautkrebsarten sehr verschieden aussehen. Zum anderen ähneln manche gutartigen Hautveränderungen auf den Bildern auch auffälligen Befunden. Umgekehrt können frühe Hauttumoren optisch unspektakulär wirken. Aus diesem Grund sollte Ihre Entscheidung für oder gegen eine Untersuchung niemals allein auf Fotos beruhen.
Nur Untersuchung erlaubt sichere Einordnung
Ob eine Hautveränderung harmlos ist oder weiter abgeklärt werden sollte, lässt sich erst im Rahmen unserer dermatologischen Untersuchung beurteilen. Neben dem sichtbaren Erscheinungsbild berücksichtigen wir dabei auch Faktoren wie die Entwicklung, die Lokalisation und Ihr individuelles Risikoprofil. Darüber hinaus nutzen wir die Dermatoskopie für unsere Einschätzung.
Bemerken Sie eine neue oder veränderte Hautstelle, ist daher erst einmal unerheblich, ob sie exakt wie ein Bild im Internet aussieht. Es kommt eher darauf an, ob sie sich verändert, über lange Zeit bestehen bleibt oder sich andere Auffälligkeiten zeigen, die näher untersucht werden sollten.
Das sind die Risikofaktoren für Hautkrebs
Nicht jeder Mensch trägt das gleiche Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Neben genetischen Voraussetzungen spielen vor allem Ihre persönliche Hautbeschaffenheit und die über Jahre angesammelte UV-Belastung eine Rolle.
Die folgenden Faktoren gelten als besonders relevant:
UV-Strahlung
Sonnenlicht gehört zu den größten Risikofaktoren für Hautkrebs. Die UV-Strahlung kann das Erbgut von Hautzellen schädigen. Die Auswirkungen zeigen sich erst viele Jahre später. Besonders gefährlich sind wiederholte Sonnenbrände und eine hohe UV-Belastung über einen langen Zeitraum.
Solariumbesuche
Künstliche UV-Strahlung belastet Ihre Haut ebenfalls. Studien zeigen, dass eine regelmäßige Solariumnutzung das Risiko für verschiedene Formen von Hautkrebs erhöhen kann. Deshalb raten dermatologische Fachgesellschaften generell von Solariumbesuchen ab.
Heller Hauttyp
Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren, sowie einer hellen Augenfarbe verfügen über weniger natürlichen UV-Schutz. Ihre Haut reagiert empfindlicher auf Sonneneinstrahlung und entwickelt schneller Sonnenschäden.
Viele Muttermale
Haben Sie zahlreiche Muttermale oder Leberflecke, sollten Sie Ihre Haut regelmäßig kontrollieren lassen. Eine hohe Anzahl pigmentierter Hautveränderungen gilt als Risikofaktor, insbesondere für die Entstehung eines Melanoms.
Familiäre Vorbelastung
Treten Melanome oder andere Hautkrebsarten gehäuft in der Familie auf, ist das persönliche Risiko ebenfalls erhöht. Eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge ist dann für Sie besonders wichtig.
Höheres Alter
Auch mit zunehmendem Lebensalter steigt das Risiko für Hautkrebs. Zurückzuführen ist dies darauf, dass sich die Auswirkungen von UV-Strahlung über Jahrzehnte summieren. Viele Formen des weißen Hautkrebses werden deshalb häufiger bei älteren Menschen festgestellt.
Liegen bei Ihnen ein oder mehrere Risikofaktoren vor, bedeutet das jedoch nicht, dass zwangsläufig Hautkrebs entstehen wird. Sie sollten Ihre Haut jedoch aufmerksam beobachten und regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung wahrnehmen.
Wann sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen?
Sie müssen nicht jede Hautveränderung umgehend untersuchen lassen. Dennoch gibt es bestimmte Situationen, in denen wir eine dermatologische Abklärung empfehlen − auch wenn Sie keine Beschwerden feststellen.
Sie sollten einen Hautarzt aufsuchen, wenn:
- eine neue Hautveränderung entsteht, die nach einigen Wochen weiterhin sichtbar ist
- sich ein bestehendes Muttermal verändert
- eine Hautstelle juckt, blutet, nässt oder immer wieder verkrustet
- Sie sich bei einer Hautveränderung unsicher sind
- Sie zu einer Risikogruppe gehören
- Sie bisher keine regelmäßige Hautkrebsvorsorge wahrnehmen
Betroffene suchen häufig nach Informationen dazu, wodurch ein Hautarzt Hautkrebs erkennt, wenn sie eine Hautveränderung selbst nicht sicher einordnen können. Viele unserer Patient:innen, die zu uns in die Praxis kommen, haben die Sorge, dass sie eine Veränderung möglicherweise schon zu lange ignoriert haben.
Unsere generelle Empfehlung lautet: Lieber eine Hautstelle einmal zu viel kontrollieren lassen als eine relevante Veränderung über Monate hinweg unbeachtet zu lassen.
Wie läuft die Hautkrebsvorsorge im Hautzentrum Porta ab?
Unser Hautkrebs Vorsorge dient dazu, auffällige Hautveränderungen möglichst frühzeitig zu erkennen und fachärztlich einzuordnen. Sie können sich dafür in unserer Praxis auf einen transparenten und strukturierten Ablauf verlassen.
Anamnese
Zu Beginn besprechen wir Ihre relevanten Vorerkrankungen, früheren Hautbefunde und möglichen Risikofaktoren. Das sind beispielsweise häufige Sonnenbrände, eine hohe UV-Belastung im Beruf oder in der Freizeit, viele Muttermale oder Hautkrebsfälle in Ihrer Familie. Mit diesen Informationen können wir Ihr persönliches Risiko besser einschätzen und die Untersuchung auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abstimmen.
Ganzkörperuntersuchung
Im Anschluss untersuchen wir Ihre Haut. Wir betrachten die Hautoberfläche systematisch und achten auf auffällige Muttermale, neu entstandene Hautveränderungen sowie andere typische Anzeichen für Hautkrebs. Viele Veränderungen befinden sich an Körperstellen, die Sie selbst nur schwer sehen können, wie beispielsweise die Kopfhaut, der Rücken oder dem Bereich hinter den Ohren.
Dermatoskopie
Muss eine Hautveränderung noch genauer beurteilt werden, bedienen wir uns der Dermatoskopie. Mit dieser Untersuchungsmethode sind wir in der Lage, die Hautstruktur vergrößert darzustellen. So können wir Merkmale erkennen, die mit bloßem Auge kaum sichtbar sind. Gerade, wenn ein Melanom erkannt oder eine andere auffällige Hautveränderungen genauer beurteilt werden soll, liefert uns die Dermatoskopie wichtige zusätzliche Informationen.
KI-gestützter BodyScan
Im Hautzentrum Porta steht uns für Ihre Hautkrebsvorsorge zusätzlich ein KI-gestützter BodyScan zur Verfügung. Mit einem hochauflösenden Ganzkörperscanner erfassen wir die Hautoberfläche in wenigen Minuten. Die Aufnahmen werden durch die Software analysiert, die uns dabei unterstützt, auffällige Hautveränderungen zu erkennen.
Bei späteren Kontrollen lassen sich die Aufnahmen automatisiert miteinander vergleichen. Veränderungen an bestehenden Hautmalen und neu hinzugekommene Auffälligkeiten werden dadurch im Verlauf besser sichtbar. Besonders hilfreich ist dieses digitale Total Body Mapping, wenn Sie sehr viele Muttermale haben oder generell ein erhöhtes Hautkrebsrisiko aufweisen.
Die KI-gestützte Auswertung ergänzt unsere ärztliche Untersuchung, sie ersetzt sie allerdings nicht. Die abschließende Beurteilung erfolgt weiterhin durch unsere Dermatolog:innen.
Dokumentation auffälliger Befunde
Stellen wir Hautveränderungen fest, die beobachtet werden sollten, dokumentieren wir diese sorgfältig. So können wir bei späteren Kontrolluntersuchungen nachvollziehen, ob sich Größe, Form oder Farbe verändert haben. Besonders, wenn Sie viele Muttermale haben, ist eine solche Verlaufskontrolle hilfreich, um Veränderungen frühzeitig zu identifizieren.
Individuelle Empfehlungen
Nach Ihrer Untersuchung besprechen wir die Befunde offen mit Ihnen. Wir erklären Ihnen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind, in welchem Abstand wir Ihnen Kontrolltermine empfehlen und worauf Sie selbst in Zukunft achten sollten.
Nicht jede auffällige Hautstelle ist behandlungsbedürftig. Ebenso sollten auffällige Veränderungen nicht über längere Zeit ignoriert werden. Durch unsere dermatologische Untersuchung gewinnen Sie Klarheit und haben die Sicherheit, dass Ihre Hautveränderungen fachgerecht eingeordnet werden.
Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose so wichtig
Hautkrebs entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Die Veränderungen erstrecken sich über einen längeren Zeitraum und verursachen zu Beginn in den meisten Fällen keine Beschwerden. Gerade deshalb ist die Hautkrebsfrüherkennung essentiell: Je früher auffällige Hautveränderungen erkannt und durch einen Facharzt beurteilt werden, desto besser können wir Ihre weitere Behandlung planen.
Bessere Behandlungschancen
Viele Formen von Hautkrebs lassen sich in frühen Stadien sehr erfolgreich behandeln. Entdecken wir einen Tumor, bevor er tiefer in das Gewebe einwächst oder sich ausbreitet, sind die Aussichten in vielen Fällen deutlich günstiger. Lassen Sie auffällige Veränderungen dermatologisch beurteilen, um Hautkrebs früh zu erkennen. Ignorieren Sie auffällige Veränderungen nicht über längere Zeit.
Schonendere Therapien
Früh erkannte Hauttumoren lassen sich mit weniger aufwändigen Eingriffen therapieren. Der Behandlungsumfang hängt unter anderem davon ab, wie groß die Veränderung ist und wie tief sie bereits in die Haut eingedrungen ist. Eine frühe Diagnose senkt die Wahrscheinlichkeit, dass größere Eingriffe nötig werden.
Vermeidung von Komplikationen
Unbehandelte Hauttumoren können weiter wachsen und das umliegende Gewebe schädigen. Bei einem Melanom besteht zudem die Gefahr, dass sich die Tumorzellen auf andere Körperregionen ausbreiten. Eine frühzeitige Hautkrebsuntersuchung ermöglicht es, solche Entwicklungen schon früh zu erkennen und geeignete Therapiemaßnahmen einzuleiten.
Ihre Hautkrebsvorsorge bei Dr. med. Khosrow Houschyar
Möchten Sie eine Hautveränderung abklären lassen oder regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge gehen, können Sie sich bei uns auf eine fundierte fachliche Einschätzung verlassen. Im Hautzentrum Porta verbinden wir dabei unsere langjährige dermatologische Erfahrung mit modernen diagnostischen Möglichkeiten.
Dermatologische Fachkompetenz
Dr. med. Khosrow Houschyar ist Facharzt für Dermatologie und beschäftigt sich täglich mit der Beurteilung von Muttermalen, Hautveränderungen und Hauttumoren. Gerade bei Befunden, die Sie selbst schwer einordnen können, ist die fachärztliche Erfahrung ein wichtiger Faktor für eine präzise Diagnostik.
Moderne Diagnostik
Wir beurteilen auffällige Hautstellen nicht allein mit dem bloßen Auge. Abhängig von Ihrem Befund nutzen wir zusätzlich diagnostische Verfahren wie die Dermatoskopie und den KI-Body Scan- So können wir Ihre Hautstrukturen genauer betrachten und Veränderungen differenzierter einschätzen.
Persönliche Betreuung
Viele Patient:innen kommen mit konkreten Fragen in unsere Sprechstunde oder sind durch eine Hautveränderung verunsichert. Für uns umfasst die Untersuchung deshalb nicht nur die Beurteilung Ihrer Haut, sondern auch eine verständliche Besprechung Ihres Befundes und die Klärung der nächsten sinnvollen Schritte.
Standort Porta Westfalica
Unser Hautzentrum Porta finden Sie in Porta Westfalica. Wir sind damit Anlaufstelle für Patient:innen direkt aus der Stadt sowie aus den umliegenden Regionen. Neben der Hautkrebsvorsorge umfasst unser Leistungsspektrum ebenso die Diagnostik und die Behandlung verschiedenster Hauterkrankungen.
Unabhängig davon, ob Sie eine einzelne Hautveränderung abklären lassen möchten oder im Rahmen Ihres regelmäßigen Hautkrebsscreenings zu uns kommen: Mit der Untersuchung gewinnen Sie die Sicherheit, dass Auffälligkeiten frühzeitig erkannt und dermatologisch fundiert eingeschätzt werden.
Gewinnen Sie mit unserer Hautkrebs Früherkennung Klarheit
Hautkrebs ist für Laien nicht immer leicht zu erkennen. Die Veränderungen der Haut verursachen außerdem meist keine Beschwerden. Sie werden häufig erst bemerkt, wenn ein Muttermal deutlich anders aussieht als früher, eine Wunde nicht abheilt oder ein ganz neuer Fleck auf der Haut entsteht.
Der Hautkrebsfrüherkennung kommt deshalb eine äußerst wichtige Bedeutung zu. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser stehen bei vielen Hautkrebsarten die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.
Stellen Sie mit unserer regelmäßigen Hautkrebsvorsorge sicher, dass auffällige Hautveränderungen frühzeitig Aufmerksamkeit bekommen und Ihre Risiken besser eingeschätzt werden können.
Haben Sie eine Veränderung an Ihrer Haut bemerkt oder möchten Sie einen Termin zur Hautkrebs Untersuchung vereinbaren, steht Ihnen Dr. med. Khosrow Houschyar mit seinem Team in unserem Hautzentrum Porta in Porta Westfalica gerne zur Verfügung.
FAQ – Ihre häufigsten Fragen zur Hautkrebserkennung
Hautkrebs früh zu erkennen, gelingt vor allem durch eine regelmäßige Selbstbeobachtung in Kombination mit unserer dermatologischen Vorsorge. Achten Sie auf neue Hautveränderungen, Veränderungen bestehender Muttermale, nicht heilende Hautstellen, ungewöhnliche Flecken oder wiederkehrende Blutungen. Da viele Hautkrebsarten anfangs keine Beschwerden verursachen, spielt die Früherkennung beim Hautarzt eine wichtige Rolle. Im Hautzentrum Porta beurteilen wir auffällige Hautstellen im Rahmen Ihrer Hautkrebsuntersuchung unter anderem mit Hilfe der Dermatoskopie. Gerade bei unklaren Veränderungen gilt: Hautkrebs durch einen Hautarzt erkennen zu lassen ist deutlich zuverlässiger als eine Beurteilung anhand von Fotos aus dem Internet oder Selbsttests.
Schwarzer Hautkrebs, der auch als Melanom bezeichnet wird, kann sehr unterschiedlich aussehen. Häufig zeichnet er sich aber durch eine unregelmäßige Form, unterschiedliche Farbtöne, unscharfe Begrenzungen oder eine Größenzunahme aus. Manche Melanome entwickeln sich aus bestehenden Muttermalen, andere entstehen ganz neu. Schwarzen Hautkrebs zu erkennen ist möglich, indem besonders auf solche Veränderungen geachtet wird. Eine wirklich sichere Diagnose ist jedoch nur im Rahmen einer dermatologischen Untersuchung möglich.
Nicht jede Hautveränderung ist grundsätzlich gefährlich. Neue Flecken auf der Haut, wachsende Hautstellen, veränderte Muttermale, wiederkehrende Krusten, Blutungen oder Hautareale, die über längere Zeit nicht abheilen, sollten Sie jedoch untersuchen lassen. Auch Veränderungen bei Farbe, Form oder Begrenzung eines Muttermals können Anzeichen für Hautkrebs sein. Besonders Flecken, die stetig wachsen, ihre Farbe verändern oder wiederholt bluten, sollten dermatologisch im Hinblick auf Hautkrebs untersucht werden.
Ja, Hautkrebs kann jucken. Juckreiz allein ist allerdings noch kein Beweis für eine Krebserkrankung. Viele harmlose Hauterkrankungen verursachen ebenfalls Juckreiz. Auffällig ist vor allem, wenn die Hautstelle zusätzlich wächst, ihre Farbe verändert, blutet oder sich anderweitig verändert. In solchen Fällen empfehlen wir eine dermatologische Abklärung in unserer Praxis.
Nein. Viele Veränderungen von Muttermalen haben harmlose Ursachen. Dennoch sollten Sie Veränderungen ernst nehmen. Wird ein Muttermal größer, dunkler, unregelmäßiger oder entwickeln sich neue Beschwerden, wie Juckreiz oder Blutungen, sollte es untersucht werden. Bei einem veränderten Muttermal ist die Entwicklung über die Zeit aussagekräftiger als allein das aktuelle Aussehen, um Hautkrebs zu erkennen.
Wie häufig ein Hautkrebsscreening sinnvoll ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Ihrem Hauttyp, Ihren persönlichen Risikofaktoren und bisherigen Hautbefunden ab. Für Menschen mit vielen Muttermalen, einer familiären Vorbelastung oder bei hoher UV-Belastung sind regelmäßige Kontrollen äußerst wichtig. Nach der Untersuchung besprechen wir im Hautzentrum Porta, welche Vorsorgeintervalle in Ihrem Fall sinnvoll sein können.
Grundsätzlich kann Hautkrebs in jedem Alter auftreten. Besonders relevant ist die Hautkrebsvorsorge jedoch für Erwachsene mit erhöhtem Risiko, beispielsweise bei heller Haut, vielen Muttermalen, familiärer Vorbelastung oder häufigem Sonnenkontakt. Auch ohne Beschwerden ist eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll, damit wir Hautveränderungen frühzeitig erkennen.
Der erste Schritt der Hautkrebsuntersuchung besteht in einem Gespräch zu möglichen Risikofaktoren und Ihren bisherigen Hautbefunden. Anschließend untersuchen wir Ihre Haut systematisch. Auffällige Hautveränderungen beurteilen wir gegebenenfalls zusätzlich mit einem Dermatoskop. Um die Befunde kontrollieren zu können, dokumentieren wir diese und besprechen das weitere Vorgehen mit Ihnen.